Das letzte Kapitel aus Julia Onkens neuem Buch „Im Garten der neuen Freiheiten: Ein Reiseführer für die späten Jahre“ verdient es hier erwähnt zu werden:

„Entwicklung bis zum letzten Atemzug“.

Alleine stehend als etwas provokant formuliert wahrgenommen, zugegeben.

Ich zitiere:

Was auch immer uns zugestoßen ist, leben heißt, einen Entwicklungs- und Reifungsprozess durchzumachen, der so lange dauert wie das Leben selbst – bis zum letzten Atemzug.

Eigenartigerweise gehen viele Menschen davon aus, daß Entwicklung und Herausforderungen irgendwann ein Ende haben. Dann ist Schluss, irgendwann ist einfach alles erledigt.
Da wir in unserer westlichen Gesellschaft eine Altersgrenze für Arbeitnehmende festgesetzt haben, hat sich eine unheilvolle Vorstellung wie eine epidemische Krankheit verbreitet:
Mit 64 oder 65 tritt der Ruhestand ein.
Was für ein Unwort.
Wie muss sich das anfühlen, wenn man sich im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte erlebt und plötzlich den ‚Griffel‘ niederlegen soll!


Lesenswert.