Datum/Uhrzeit
23. November 2015
19:00 Uhr
Ländliche Heimvolkshochschule Mariaspring

Thema:
Unser allererster Vorfahre – die Entstehung des Lebens auf der Erde.

Referent:
Prof. Dr. rer. nat. Joachim Reitner
Leiter der Abteilung Geobiologie
Direktor des Geowissenschaftlichen Museums
Ordentliches Mitglied der Akademie der Wissenschaften zu Göttingen

„Alles Leben auf der Erde lässt sich auf einen Mikroorganismus zurückführen, der vor vier bis 4,1 Milliarden Jahren gelebt haben muss“, berichtet der Göttinger Professor für Geobiologie, Joachim Reitner, im Göttinger Tageblatt vom 17.Juni.

„Der letzte gemeinsame Vorfahr, der nach der Abkürzung seines englischen Namens als LUCA (Last Universal Common Ancestor) benannt ist, wird in 50 bis 80 Grad Celsius heißem Wasser entstanden sein“, so Reitner.

Der Professor leitet bei der Akademie der Wissenschaften in Göttingen eine interdisziplinär besetzte Kommission von 15 Wissenschaftlern, die die Entstehung des Lebens auf unserem Planeten erforscht.

In der ersten Ursuppe, dem heißen Wasser, gab es bereits organische Verbindungen, die als Träger der Erbinformation dienen konnten, sowie Fett-Doppelmembranen als potentielle Zellhüllen. Mineralien und Metalle spielten als Katalysatoren eine wichtige Rolle.

Offen ist aber, wie sich daraus ein Organismus, also das Leben, gebildet hat. Mit Stoffwechsel und Fortpflanzung. Eine mehrfache Entstehung von Leben ist aber auch möglich.

Auf jeden Fall muss LUCA aber sehr widerstandsfähig gewesen sein, um im kosmischen Bombardement zu „überleben“.

Daß er es geschafft hat wissen wir. Hören wir den Stand der Forschung aus erster Hand.

Wir konnten Prof. Reitner für einen Vortrag gewinnen.
Herzlichen Dank an ihn.

Danach ist Zeit für Nachfragen und zur Diskussion.

Abendkasse: 2,-€
Keine Anmeldung erforderlich.