Generation Y und Generation Praktikum, für die jungen Menschen zwischen 20 und 35 Jahren gibt es mehrere Begrifflichkeiten. Was in der Jugend vielleicht noch Spaß bedeutet, heißt im Alter Verzicht und Armut. Denn diese Menschen sind doppelt bestraft.
Eine Analyse von Reinhard Urschel.

Zweifach mies behandelt

Während sich die politisch Verantwortlichen in diesem Lande immer feinere Modelle ausdenken, um die mitten im Leben stehenden Arbeitsplatzbesitzer noch besser gegen prekäre Umstände abzusichern, und während die Alten Ruhestandsmodelle maßgeschneidert bekommen, werden die Jungen auf mindestens zweifache Weise mies behandelt. Viele kommen nur auf Umwegen, Schleichwegen oder im Kriechgang in eine feste Anstellung. Dafür darf sich die Generation der heutigen Berufseinsteiger sicher sein, dass sie im Alter in eine verdammt dunkle Röhre schauen wird. Die gesetzliche Rente schnurrt auf ein Minimum zusammen, private Altersvorsorgen sind bei Kapitalanlagenrenditen von zwei Prozent und weniger eine bittere Aussicht. Dafür müssen sich dann, vornehmlich junge Akademikerinnen, von Politikern beschimpfen lassen, dass sie zu wenig Kinder in diese Welt setzen – oder wenn, dann zu spät.

Hier zum Beitrag in der HAZ.